Bei Cannabis und Flughafensicherheit scheint die Frage zunächst einfach: „Lässt mich die TSA durch?“ Doch die Kontrolle beantwortet eine engere Frage. Die TSA sucht nach Gefahren für die Luftfahrt und die Passagiere; ihre Mitarbeiter suchen nicht gezielt nach Marihuana oder anderen illegalen Drogen. Entdecken sie eine Substanz, die sie für illegal halten, übergeben sie die Angelegenheit den Strafverfolgungsbehörden. Wer also eine Sicherheitskontrolle passiert, hat damit keinen Nachweis, dass das Mitführen eines Produkts legal war. [1]

Die Kontrolle ist weder ein Cannabisgeschäft noch eine Rechtsberatung oder eine Zusage, dass ein Produkt mitreisen darf. Sie ist ein Schritt einer Reise, für die je nach Ort und Tätigkeit unterschiedliche Regeln gelten können. Ob man ein Produkt kaufen, besitzen oder konsumieren darf und ob Touristen Zugang dazu haben, sind getrennte Fragen. Die Regeln eines Bundesstaats klären nicht automatisch alle bundesrechtlichen oder örtlichen Fragen rund um eine Flugreise. [1]

Was die TSA zu Cannabis sagt

In ihrem aktuellen Eintrag „What Can I Bring?“ erklärt die TSA, dass Marihuana und einige cannabisangereicherte Produkte, darunter bestimmte CBD-Öle, nach Bundesrecht weiterhin illegal sind. Genannt werden Ausnahmen für Produkte mit höchstens 0,3 Prozent THC nach Trockengewicht sowie für von der FDA zugelassene Produkte. Diese Beschreibung dient als Orientierung für die Sicherheitskontrolle. Sie ist keine allgemeine Feststellung, dass jedes mit „Hanf“, „CBD“ oder „medizinisch“ beschriftete Produkt legal mitgeführt werden darf. Prüfe den tatsächlichen Status des Produkts anhand aktueller offizieller Regeln; ein Etikett allein belegt keine Ausnahme. [1]

Diese Unterscheidung ist wichtig, denn die Mitarbeiter der Sicherheitskontrolle konzentrieren sich auf die Sicherheit. Sie bestätigen nicht für jedes Cannabisprodukt eines Reisenden dessen Rechtmäßigkeit und klären am Kontrollpunkt auch nicht jede Frage zum Recht eines Bundesstaats. Nach Angaben der TSA übergeben ihre Mitarbeiter den Fall den Strafverfolgungsbehörden, wenn sie eine illegale Substanz entdecken. Was dann geschieht, kann daher davon abhängen, um welchen Gegenstand es sich handelt und welche Regeln am Standort des Flughafens gelten. Die TSA-Seite verspricht nicht, dass ein Gegenstand an jedem Flughafen ignoriert, beschlagnahmt oder gleich behandelt wird. [1]

Vier Fragen für die Reiseplanung

Trenne vor dem Packen vier Fragen. Erstens: Darfst du das Produkt an deinem Aufenthaltsort kaufen? Zweitens: Darfst du es am Flughafen und während der Reise besitzen? Drittens: Darfst du es am Zielort konsumieren? Viertens: Können Besucher nach den dortigen Regeln darauf zugreifen? Eine Antwort auf eine dieser Fragen beantwortet die anderen nicht automatisch. Prüfe die Regeln für deinen Abflugort, dein Ziel und jeden Zwischenstopp. Nutze für jeden Ort aktuelle offizielle Quellen. [1]

Kannst du nicht bestätigen, dass das Produkt unter eine Ausnahme vom Bundesrecht fällt und auf allen Abschnitten deiner Reise erlaubt ist, solltest du die TSA-Kontrolle nicht als Umweg betrachten. Der Eintrag der TSA bezieht sich auf die bundesrechtliche Sicherheitskontrolle. Er verspricht nicht, dass staatliche oder örtliche Behörden Besitz, Konsum oder den Zugang für Touristen gestatten. Wenn die Regeln unklar sind, lass das Produkt aus dem Gepäck und frage vor der Reise bei der zuständigen Behörde nach. [1]

Die hilfreiche Schlussfolgerung ist begrenzt: Eine Sicherheitskontrolle ist keine rechtliche Freigabe. Die TSA erklärt, wonach ihre Mitarbeiter suchen und was geschehen kann, wenn eine mutmaßlich illegale Substanz gefunden wird. Sie erteilt keine Erlaubnis, Cannabis zu kaufen, zu besitzen, zu konsumieren oder am Zielort darauf zuzugreifen. Wer diese Fragen getrennt prüft, kann die Reiseplanung leichter überprüfen und vermeidet, sich auf bloße Annahmen zu verlassen. [1]